Meinung – Ist der Islam ein Problem?

UWE SIMSON, geboren 1936, wurde unter Erhard Eppler (SPD) Referent im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit in Bonn. Simson hat zehn Jahre in islamischen Ländern verbracht und dort Freundschaft und geistige Anregung erfahren. Der folgende Auszug eines im Dezember 2011 im Merkur erschienen, absolut lesenswerten Beitrags geht der Frage nach, ob der Islam ein Problem ist.

Es hat keinen Sinn, darum herumzureden, dass die integrationsfeindlichen Milieus, die die europäischen Gesellschaften belasten, fast ausschließlich muslimische Milieus sind. Da es aber im Zeichen von »political correctness« nicht zulässig ist, bestimmte ethnische Gruppen mit unerfreulichen Eigenschaften oder Verhaltensweisen in Verbindung zu bringen, wird die Erklärung für dieses Phänomen häufig woanders gesucht.

So haben die Kritiker der Islamkritiker herausgefunden, dass »der Islam« sowieso nur das ideologische Konstrukt feindlich gesinnter Westler ist – und versichern uns im nächsten Atemzug, »der Islam« sei selbstverständlich genau so friedfertig wie wir. Es handle sich hier um ein soziales Problem, denn beispielsweise von den eingewanderten Türken gehöre die Mehrzahl bildungsfernen Schichten an. Das ist allerdings bei den eingewanderten Griechen und Süditalienern genauso, ohne dass bei ihnen der Wunsch nach Abgrenzung besonders ausgeprägt wäre.

Auch die Meinung, die gegenwärtige Militanz des Islam sei die »normale« Reaktion auf imperialistische Unterdrückung, greift zu kurz: Es ist die spezifisch islamische Reaktion – China rächt sich für die Opiumkriege und alles, was danach kam, nicht durch »Dschihad«, sondern durch eine wirtschaftliche Effizienz, die uns heute schon enorm zu schaffen macht.

Der Unterschied zwischen Muslimen und Südeuropäern liegt in der sozialpsychologischen Ausgangslage. Das unlösbare Problem der islamischen Welt ist die Kluft zwischen der ihr von Gott versprochenen Weltherrschaft (die ja vor tausend Jahren zum Greifen nahe schien) und ihrer fast durchgehend miserablen heutigen Lage. Es ist nur menschlich, dass man die Schuld dafür nicht bei sich selbst sucht, sondern beim »Anderen«, und das ist für die islamische Welt eben seit jeher der Okzident.

Im Unterschied zu China haben die Muslime, die seit gut zweihundert Jahren wissen, dass sie »unterentwickelt« sind, bis heute keinen ernsthaften Versuch unternommen, auf diese Herausforderung produktiv zu reagieren.

Da sich weder das Kollektivgedächtnis noch die Produktivitätsdefizite der islamischen Völker in absehbarer Zeit ändern werden, müssen wir damit rechnen, dass die islamische Welt und ihre nicht integrationsbereiten Brückenköpfe in den Industrieländern des Westens (Japan gestattet keine Einwanderung) weiterhin durch destruktives Handeln auf sich aufmerksam machen.

Siegfried Kohlhammer, der dieses Problem am gründlichsten analysiert hat, beschließt sein Buch Islam und Toleranz (2011) mit der Feststellung: »für die Vermutung, dass der Islam selbst ein wichtiger Faktor bei der auf breiter Front misslingenden Integration der Muslime in die westliche Gesellschaft sein könnte, spricht tatsächlich vieles«.

Der Islam als kulturelle Tradition hat Anspruch auf unseren Respekt. Das Funktionieren unseres Bildungswesens, unserer Justiz und unserer Sozialsysteme hängt aber davon ab, dass wir Verhaltensweisen, die gravierend gegen unsere Regeln des Zusammenlebens verstoßen, gleichgültig wie sie begründet werden, schnell und wirksam unterbinden.

Anmerkung: Warum sind alle klar denkenden Deutschen vor 1968 geboren? Das kann doch kein Zufall sein. Wir halten jedenfalls wieder fest, Islam ist Frieden™ und die Erde eine Scheibe!

Den gesamten Text auf einmal findet man übrigens hier.

3 Gedanken zu „Meinung – Ist der Islam ein Problem?“

    1. @ich

      Es gibt nur eine vom Westen zu inszenierende Lösung: mehr eigener Nachwuchs, damit die Mehrheitsverhältnisse auf demokratischem Wege gewahrt bleiben. Aber das ist in Europa aussichtslos. Der Zug ist abgefahren.Und irgendwann gibt’s auch in Europa eine “Frühlingsrevolution”, die nahtlos in einen fundamentalistischen Winter übergehen wird.

      Überhaupt geht es ja eigentlich nur um die überzeugten Anhänger von Onkel Mo’s gesammelten Ferkeleien, nicht um die “Taufschein”-Muselmanen – sollte man meinen. Denn keiner weiß, wie viele davon im Fall des Falles sich für die (fundamentalistische) Umma und gegen den dekadenten Westen entscheiden würden. Solange man nicht in Köpfe sehen kann (und das bleibt hoffentlich so) ist die Unterscheidung nicht möglich. Den Kult als Gesamtheit zu verbieten, wird wohl auch keine Lösung sein.

      Dann darf man natürlich noch träumen und hoffen, dass sich die Muselmanen selbst durch eine Aufklärungsbewegung entwickeln, den Arsch nicht nur zum Beten in die Höhe bekommen und auch mal produktiv ans Werk gehen. Dafür müssten sie aber große Teile ihres unverdaulichen Buches und der Lebensgeschichte von Onkel Mo entsorgen, etwas, das systembedingt nicht möglich sein wird, ohne den Kult als solches in großen Teilen zu beschädigen oder gleich ganz abzuschaffen.

      Eines ist sicher, die momentanen Aktionen zur “Integration” (die sich ja nur auf Muselmanen beschränken – kein Mensch versucht Vietnamesen aktiv in irgendwas zu intergrieren, das machen die schon selbst) sind nicht zielführend und ausschließlich links-grün-ökologistisch ideologisch motiviert.

      Natürlich könnte ich das ganze noch genauer ausführen, allerdings ist ein Kommentar nicht die geeignete Form. Da Ihre Frage absolut berechtigt ist, werde ich bei Gelegenheit mal einen Artikel daraus machen. Und auch erklären, was ich unter links-grün-ökologistisch motiviert verstehe.

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